Kirche und Corona

1.    Allgemeines

a)    Maskenstandard und Maskenpflicht
Es gilt eine FFP2-Maskenpflicht in Gebäuden und geschlossenen Räumen. Die Maskenpflicht gilt nicht am festen Sitz-, Steh- oder Arbeitsplatz soweit zuverlässig ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen gewahrt wird, die nicht dem eigenen Hausstand angehören (§ 2 Abs.1 S. 2 Nr. 2).
Im Falle von Veranstaltungen gilt grundsätzlich die FFP2-Maskenpflicht, auch bei Veranstal-tungen im Freien (§ 2 Abs. 2), und auch bei festen Sitzplätzen mit 1,5 m-Abstand (§ 4 Abs. 2 Nr. 3 Buchst. b). Für Gottesdienste gelten besondere Regelungen (siehe unten).

Für Kinder und Jugendliche gelten für den Bereich der Schule oder je nach Lebensalter un-terschiedliche Maskenanforderungen. Komplett von der Maskenpflicht befreit sind Kinder bis zum 6. Lebensjahr sowie Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können (nur mit Attest). Zwischen dem 6. und dem 16. Geburtstag kann auch bei FFP2-Maskenpflicht eine medizinische Maske getragen werden (dies gilt nur außerhalb der Schu-le).

b)    Lüften und Heizen
Regelmäßiges, kurzes Stoßlüften kann die Aerosolbelastung der Luft reduzieren und wird für Arbeitsräume nachdrücklich empfohlen. Bitte beachten Sie die zusammengefassten Hand-lungsempfehlungen des Landeskirchlichen Baureferats in Anlage 13, sowie die knappe Emp-fehlung des Erzbistums Bamberg (Anlage 14), die wir uns für die ELKB zu eigen gemacht haben.

c)    Hygieneschutzkonzept
Die Kirchengemeinden können durch eigene Hygieneschutzkonzepte die konkrete Anwen-dung der allgemeinen Regelungen bestimmen. Folgt der Kirchenvorstand dabei dem zu-sammen mit den Freistaat Bayern erarbeiteten Hygieneschutzkonzept, so erfüllt er jedenfalls die staatlichen Auflagen (Anlage 2).

d)    Überprüfung der Impf-, Genesenen- und Testnachweise
Überall, wo 2G oder 2G+ gilt, ist sicherzustellen, dass der Zugang nur nach Kontrolle ein-schließlich Identitätsfeststellung erfolgt. Dies gilt auch für gemeindliche Veranstaltungen wie Kirchenkaffee, Chor etc. Für die Identitätsfeststellung geeignet sind z.B. Pass, Personalaus-weis, Führerschein. Für den Arbeitsplatz siehe nähere Regeln (siehe unten).

2.    Gottesdienst

a)    Gottesdienst kann immer nach zwei Modellen gefeiert werden, selbst bei Überschreiten des Inzidenzwertes von 1000 (§ 15); in jedem Fall muss weiterhin ein Infektionsschutz-konzept bestehen. Die möglichen Modelle sind:

aa)    Möglichkeit 1: Bei Anwendung von 3G darf ohne Abstandsregelungen mit FFP2-Maske gefeiert werden.
Getesteten Personen stehen gleich: Kinder bis zum sechsten Geburtstag, noch nicht eingeschulte Kinder und Schülerinnen und Schüler, die regelmäßigen Testungen im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen (§4 Abs. 7).
Werden keine 1,5m-Abstände eingehalten, dann muss die Maske durchgehend ge-tragen werden, auch am festen Platz. Zur Eingangskontrolle gehört auch eine Identi-tätskontrolle (§4 Abs. 5).

bb)    Möglichkeit 2: Wird die 3G-Regel nicht angewendet, muss mit Mindestabstand von 1,5 m zwischen Personen verschiedener Hausstände gefeiert werden. Am Sitzplatz darf die Maske abgenommen werden. Wir empfehlen dennoch dringend, die Maske aufzubehalten, insbesondere beim Singen. Die Höchstteilnehmerzahl bestimmt sich danach, wie viele Plätze mit Abstand von 1,5 m vergeben werden dürfen.

cc)    Bei für den Gottesdienst unmittelbar vorbereitenden Treffen und Proben (kleine und kurz gehaltene Gesangsproben) sollte die 3G eingehalten werden, ebenso sollten Masken getragen werden. Auch das Proben im Freien oder weit verteilt in der Kirche kann hier mehr Sicherheit bringen.

dd)    Bei Krippenspielproben können die Regeln für außerschulische Bildung (siehe Nr. 3) angewendet werden (§ 5 Abs. 1 und 2 in Verb. § 4 Abs. 3).

ee)    Singen im Gottesdienst
-    Grundsätzlich ist Gemeindegesang erlaubt, es wird angeraten, auch dann Masken beim Singen zu tragen, falls diese im Gottesdienst am Sitzplatz abgenommen werden dürfen (also immer dann, wenn 1,5m-Abstände eingehalten sind).
-    Liturgisches Singen/Sprechen sind ohne Maske mit Mindestabstand 2 m möglich (wo lautes Sprechen ohne Mikrofon nötig ist, weiterhin 4 m). Dies gilt auch für Mitwirkende an der Liturgie.

b)    Gottesdienst kann nach Beschluss des Kirchenvorstandes auch nach 3G+ (PCR-Test), 2G oder 2G+ (Schnelltest oder PCR-Test oder/und Maske), gefeiert werden, also strenger, als es die 15. BayIfSMV vorschreibt. Es besteht weiterhin Maskenpflicht, wenn der 1,5 m-Abstand nicht eingehalten werden kann.

c)     Weihnachtsgottesdienste in Rundfunk, Fernsehen und im Internet
Für Gemeindemitglieder, die an Weihnachten Gottesdienste im Rundfunk, Fernsehen oder im Internet mitfeiern möchten, stellen wir eine Übersicht von Links zur Verfügung. Diese kann als Information für Gemeindemitglieder auf die Homepage der jeweiligen Kirchengemeinde oder des jeweiligen Dekanats eingestellt werden.

d)        Gottesdienste im Freien: Es bestehen derzeit keine gesonderten Regelungen. Wir empfehlen, dass auch dort der Abstand eingehalten wird und Masken getragen werden.

e)    Abendmahl im Gottesdienst wird als Wandelkommunion mit Mindestabstand 1,5 m ausgeteilt. Wo dies nicht möglich ist, sind gut organisierte Halbkreise denkbar.

f)    Kindergottesdienste und Gottesdienste mit Kindern und ihren Familien können entsprechend den Regelungen für Gottesdienste gefeiert werden (Anlage 2 a).

g)    Für Aussegnungen gilt die Regelung für private Zusammenkünfte zuhause, d.h. keine Personenobergrenze, keine Maskenpflicht, aber die Empfehlung Abstand zu halten. Für die Durchführung von Bestattungen gelten die Regeln für Gottesdienste. Für anschließende Treffen der Trauergäste siehe Anlagen 4 und 4a. Für das „Trauern zu Hause“ gibt es zwei Flyer (Anlagen 17b und 17c).

h)    Die Verwendung des Klingelbeutels ist möglich. Am besten hält nur eine Person den Klingelbeutel an einem langen Stiel. Die Kollektenplattform www.sonntagskollekte.de bietet eine gute digitale Möglichkeit für Kollekten (Anlage 21).