Sonst ist´s mir immer leichtgefallen
Das Dichten so mit Reimen
Doch diesmal fehlts an allem
Im Großen und im Kleinen
Doch das darf heute gar nicht sein
An diesem so besondren Tage
Dass ich hier steh und geb klein bei
Das ist doch nicht die Frage
Denn seh ich eure G´sichter an
Und seh, dass ihr heut wartet
Da muss ich alles geben was ich kann,
und schaun, dass mein Turbo startet
Denn heute solls besonders sein
Die Kirch und auch die Predigt
Heut sollen alle, groß und klein
Sich freun am Wort ein wenig
Denn Schopfle ist dafür bekannt
Dass hier die Narren leben
Drum solls, das weiß das ganze Land
auch heuer eine Faschingskirche geben
So gingen wir zur Kirche rein
die bunt und voller Farben
ganz fröhlich soll es wieder sein
an diesen Fosnachtstagen
Ich freu mich auf die bunte Schar
Mit euch aus der Medine
Auch Druden, Gugge sind heut da
Mit einem Lachen auf der Miene
Und auch die Schoude sind gespannt
Wovon der Gallach wird erzählen
Denn los ist viel in unserm Land
Wo wir bald geh´n zum Wählen
Am 8. März da ist die Wahl
Nen Schoufet wolln wir haben
Der für Kleine, Große – ganz egal
Einsetzt seine besten Gaben
Und dazu den Gemeinderat
Der soll uns Bürgern nützen
und soll mit Rat und auch mit Tat
den Bürgermeister unterstützen
Ein fairer Wahlkampf soll es sein
Der Beste möge siegen
Ein Glück ist unsre Wahl geheim
Mal schaun, wen wir dann kriegen
Drum rufe ich euch jetzt laut zu
Geht in drei Wochen wählen
Dann haben wir sechs Jahre Ruh
Bis unsre Stimmen wieder zählen
Ja, Wählen ist des Bürgers Pflicht
Und wählt die richt‘gen Leute
Denn schimpfen reicht alleine nicht
Das weiß doch jeder heute
Denn wenn man nicht den Richtgen hat
Das sieht man bei den Amis
Denn Trump schwappt im Minutentakt
Wie Wellen von Tsunamis
Heut sagt er hü, dann wieder ho
Was wird denn morgen kommen
Verlässlichkeit, das sieht er so,
wird zu genau genommen.
Auf Grönland ist er ganz erpicht
Er will die Insel haben
Auch wenn er mit so allem bricht
Was Recht und Anstand sagen
Das Grönland Teil der NATO ist
Das will ihn gar nicht kümmern
Der Große halt den Kleinen frisst
die Welt liegt bald in Trümmern
Und passt ihm ein Machthaber nicht
Ob nah, ob fern von seinem Land
Die NAVI -Flotte in See (dann) sticht
Schnell findet sich ein Vorwand
Dann schickt er die Spezialeinheit
Und lässt ihn schnell verhaften
Er nutzt dazu die Dunkelheit
Für seine Machenschaften
und auch in seinem eignen Land
lässt er die Leute jagen
mit Cowboys außer Rand und Band
die ersten jetzt schon starben
Maskiert, martialisch aufgemacht
So greift sich ICE die Leute
Bewaffnet wie für eine Schlacht
Tritt auf die wilde Meute
Doch wer sich in den Weg dann stellt
Den Schlägern dieser Truppe
Der wird verhaftet, wird gequält
Der kriegt was auf die Hucke
Das hatten wir doch früher auch
Es war vor 90 Jahren
Da hieb man auf die Juden drauf
und tat mit Hass nicht sparen
Und weil der Trump den Frieden mag
Wie keiner sonst auf Erden
Drum gründet er nen Friedensrat
Der ist schon gleich im Werden
Ein jeder darf da kommen gleich
Und Platz am Tische nehmen
Du musst nur sein ganz furchtbar reich
Milliarden musst du geben
Die UNO ist ihm da nicht recht
Die wollen sich nicht beugen
die reden alle eher schlecht
es ist wie Zeitvergeuden
Es sind die Schurken dieser Welt
Machthaber, Autokraten
Mit denen er sich gut da stellt
Und die zuerst eintraten
Das alles gleicht nem Trauerspiel
Was soll man dazu sagen
Es zählt nur Macht – unheimlich viel
In diesen unsern Tagen
In Deutschland jetzt der Merz regiert
Die Schwarzen mit den Roten
Der Merz ja gerne rumdoziert
Und hält es für geboten
Dass wir nicht liegen auf der Couch
Wir solln gefälligst länger schaffen
Statt lifestyle oder wegen Rausch
zur Arbeit solln wir uns aufraffen
Und auch das Bürgergeld muss weg
Denn Arbeit soll sich wieder lohnen
Und wie die Made in dem Speck
Darf ja kein Armer wohnen
Es geht um Leistung und um Kraft
In Wirtschaft und in Industrien
Dass endlich Aufschwung wird geschafft
So lauten Merzens Therapien
Doch wo bleibt da denn die Reform
Bei Gesundheit, Sozialem, Renten
Denn der Bedarf ist ja enorm
Steht in allen Dokumenten
Unsre Buben sollen wieder ran
Zum Bund sich wieder melden
Damit die Truppe – Mann für Mann
Kann machen daraus Helden
Die, wenn der Russ dann wirklich kommt
Auch für uns können kämpfen
Oder sonst an welcher Front
Sich um die Feinde krämpfen
Wo blieb sie nur die gute Zeit
So wird sich mancher fragen
Als wir von Kriegen und von Leid
Nicht zu verzagen haben
Heut scheint die Welt ganz weit entfernt
von allen Lösungs – Wegen
denn alle haben es verlernt
nicht nur nach Macht zu streben
drum solls bei uns hier anders sein
lasst uns nach Gutem streben
wir wollen offen, nicht geheim
das Wohl für alle pflegen
denn nur gemeinsam sind wir stark
und können was erreichen
dann geht sie auf, die gute Saat
dann setzen wir ein Zeichen
für Anstand und Gerechtigkeit
für alle die hier leben
zusammen sind wir dann bereit
zu bringen großen Segen
Wie das denn wirklich werden soll
Das steht hier drin geschrieben (Bibel!)
In Bildern bunt und wundervoll
ich hab nicht übertrieben
Ein Mann ging auf den Jesus zu
Er war gesetztestreu und weise
Er fragte ihn und sagte: Du
Was muss ich tun damit ich reise
Nach dieser Welt zum Himmel hin
Dass alles gut gelinge
Mein Leben sei doch ein Gewinn
Wenn ich zum Schöpfer ginge
Der Jesus sagt dann zu dem Mann:
Du kannst doch selber lesen
Bei Mose man es finden kann
Am Berg ist es gewesen
Als Gott die 10 Gebote gab
Auf Tafeln aus zwei Steinen
Er schleppte sie allein herab
Zum Helfen gab es keinen
Da sprach der Mann: ich weiß genau
Du sollst den Herren lieben
Und zwar mit Kraft und nicht bloß lau
Mit Herz und Kopf sei es betrieben
Und denk auch noch an dieses dann:
Du sollst den Nächsten achten
Denk gut von deinem Nebenmann
Und nicht nur an Weihnachten
Der Jesus der sagt: richtig so
So sollst du es jetzt machen
Geh hin und handle frei und froh
In allen deinen Sachen
Der Mann jedoch gab nicht klein bei
Er wollte jetzt noch wissen
Wer denn genau der Nächste sei
So fragte er gerissen
Denkst du dabei an meine Frau?
An Eltern, oder Kinder?
Die Antwort war nicht sehr genau
Ich fühl mich jetzt noch blinder
Der Jesus schaut den Mann so an
Was könnte man jetzt sagen
Und so erzählt er von nem Mann
Wie es sich zugetragen:
Ein Mann war unterwegs allein
er musste selber laufen
In Jericho war er daheim
Er war beim Großeinkaufen
von Jerusalem der heilgen Stadt
dort hat sein Weg begonnen
ging es jetzt eine Schlucht hinab
er ist schon weit gekommen
Doch Obacht, - plötzlich schreit es: Halt
Es ist ne Räuberbande
Das Echo durch das Tal noch schallt
Da gibt’s kein Widerstande
Sie greifen an und schlagen zu
Mit Knüppeln und mit Stöcken
Drum ist er auch KO im nu
Und liegt dann auf dem Rücken
Sie ziehn ihm seine Kleider aus
Und lehren seine Taschen
Was Wert hat, kramen sie mit raus
Und nehmen dann die Sachen
Dann machen sie sich schnell davon
Nicht ohne ihn zu treten
Die kennen da fei kein Pardon
Für mich sind es Proleten
Da liegt der Mann ganz übel dort
Im Dreck und voller Wunden
Von weitem sieht es aus, wie Mord
So wurde er geschunden
Die Sonne brennt ganz furchtbar heiß
Auf seinen Körper runter
Aus seiner Stirn quillt Blut und Schweiß
Er wird so gar nicht munter
Da hört man aus der Ferne schon
Die Schritte eines Mannes
Es ist ein Priester auf Mission
Ein Mann des hohen Ranges
Der kommt den selben Weg entlang
Jetzt kommt er an die Stelle
Wo liegt der Mann ganz mittenmang
Sieht ihn auf alle Fälle
Doch bleibt er stehn und macht er was?
Wie wird er sich verhalten?
Er schaut sich um, dann gibt er Gas
Die Hände tut er falten
Und unser Mann, der liegt noch dort
Jetzt stöhnt er unter Schmerzen
Der Priester ist längst wieder fort
Mir geht so was zu Herzen
Nach langer Zeit, es ist schon spät
Da hört man wieder Schritte
Wer wohl da kommt, wohin der geht
Da in des Weges Mitte
zum Tempel in Jerusalem
geht ein Levit voll Eile
doch bleibt der Mann hier auch nicht stehn
zum Ziel ist’s noch ne Meile
Drum gibt er Gas und rennt geschwind
So dass die Füße flogen
Den Tatort sah er ganz bestimmt
Er macht drumrum nen Bogen
Den armen Mann in seiner Not
Den lässt er elend liegen
Ohn Hilfe ist der auch bald tot
Der Teufel wird ihn kriegen
Schaut hin wie er dort liegt im Staub
Was wird mit ihm geschehen?
Verdreckt, verbrannt ist seine Haut
Wer wird ihm wohl beistehen?
Und so verging ne lange Zeit
Die Gegend war sehr einsam
Ja ist es denn die Möglichkeit
Da kam ein Mann mit Turban
Man sieht‘s ihm an der Kleidung an
Der kommt doch aus dem Ausland
Aus Samarien kommt der Mann
Zu denen hält man Abstand
Denn schließlich sind es schlechte Leut
Die ham nen andern Glauben
Mit denen hat man gar kei Freud
Die tun zu gar nichts taugen
Doch dieser Mensch, der hält jetzt an
Er hat den Mann gesehen
Er schaut, ob er ihm helfen kann
und will gleich zu ihm gehen
Er flößt ihm etwas Wasser ein
Dann reinigt er die Wunden
Gießt auf sie Öl und von dem Wein
Schnell sind sie dann verbunden
Dann holt er seinen Esel her
Räumt seine Sachen runter
Den Mann legt er darüber quer
So fällt der nicht herunter
Nach Stunden haben sie erreicht
Ein Gasthaus gleich am Wege
Dort fällt es ihm dann ziemlich leicht
Den armen Mann zu pflegen
Er will ein Zimmer mit nem Bett
Das will er ihm besorgen
Sagt zu dem Wirt: Sei doch so nett
Tu du den Mann versorgen
Ich danke dir und geb dir Geld
So kannst du ihn umsorgen
Bis dass er wieder hergestellt
Vielleicht noch nicht gleich morgen
Und wenn ich auf dem Rückweg bin
Will ich dich auch entlohnen
Hab dann mehr Geld im Säckel drin
Solang soll er hier noch wohnen
Das ist es, was der Jesus sagt
Und dann will er noch wissen
Du bist doch schlau und auch begabt
Was sagt dir dein Gewissen?
Drei Männer warns, die es gesehn
Wie dort der Mann gelegen
Wer von denen blieb denn stehn
Und war als Nächster ihm ein Segen?
Da hats der weise Mann kapiert
hat’s selbst herausgefunden
Der mit Erster Hilfe hat agiert
So dass er wieder kann gesunden
Und so sagt Jesus „Ganz genau,
Geh hin und tu desgleichen!
Machs immer wieder und sei schlau
Dann wirst du Seligkeit erreichen!“
Ich find, der Jesus macht es gut
Hat gleich die richtgen Worte
Ja recht hat er, ganz absolut
Machts so an allen Orten
Und dann auch noch zu aller Zeit
So solln auch wir noch handeln
Dann wird gewendet manches Leid
Die Welt kann sich verwandeln
Und wenn ihr heut nach Hause geht
Vielleicht geht ihr auch Feiern
Kann sein, dass ihr ein Elend seht
Dann tut nicht lang rumeiern
Bleibt stehn, geht hin und helft geschwind
Ihr sollt den Nächsten lieben
Die Augen auf und seid nicht blind
Das Heil könnt ihr so kriegen
drei Tage noch, dann ist‘s vorbei
mit feiern, toben, lachen
drei Tage noch sind wir so frei
zu machen tolle Sachen
Und denke dran, Gott schaut auf dich
er will sich mit dir freuen
und hast du Spaß – übertreib es nicht
du könntest es bereuen
So wichtig deine Freude ist
sie hat auch ihre Grenzen
manch andrer nicht so, wie du bist
das hat dann Konsequenzen
behalt den Nächsten gut im Blick
er will auch Freude haben
so ist es unser aller Glück
in diesen tollen Faschingstagen
So wünsch ich euch noch ganz viel Spaß
Gott soll auf euch aufpassen
vergesst jedoch all Neid und Hass
in Häusern und auf Gassen(straßen)
Drum lobt nun Gott und preist den Herrn
lobt ihn von ganzem Herzen
seid fröhlich auch und habt euch gern
nichts soll euch heute schmerzen
der Friede unseres Herren Christ
bewahre Herz und Sinne
weil er um vieles höher ist
schafft er die größten Dinge
drum überall und allezeit
wir preisen seine Herrlichkeit -
und singen laut Halleluja
Amen und noch Tschi Tscha tscha
